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Bild-Wortmarke St. Katharinenspital Regensburg, Stiftung
Blick von der Steinernen Brücke auf das Spital (links) und Stadtamhof

Medienecho


Donaupost · Artikel vom 29. Oktober 2014

Cheers! Very British...


Spital lanciert Manufaktur-Bier "Chocolate Stout"

REGENSBURG. Die Marketing-Leute der Spital-Stiftungsbrauerei, drüben auf der anderen Donauseite, üben gerade Slogans, um fetzig rüberzukommen und torzdem - ehrwürdig katholisch - die traditionsgewöhnte Stammkundschaft nicht zu verprellen. Auch mit ihren Produkten folgen sie der Devise der behutsamen Verjüngung: Jahr für Jahr gibt Braumeister Anton Miller ein handwerklich produziertes "Manufaktur-Bier" heraus und zeigt den Großbrauereien mit ihrer betriebswirtschaftlich bedingten Abhängigkeit von industrieller Produktionsweise verschmitzt die Kante.

Schmeckt gut und ist – da aus einer Stiftungsbrauerei – für einen guten Zweck: das Manufaktur-Bier Chocolate Stout.
Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Vorsitzender des Spitalrats, Spitalmeister
Willibald Koller, Bräu Anton Miller und Fernsehwirt Holger Wilhelm (v.r.). (Foto: Veranstalter)
Schmeckt gut und ist – da aus einer Stiftungsbrauerei – für einen guten Zweck: das Manufaktur-Bier Chocolate Stout. Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Vorsitzender des Spitalrats, Spitalmeister Willibald Koller, Bräu Anton Miller und Fernsehwirt Holger Wilhelm (v.r.). (Foto: Veranstalter)

Die Werbesprüche 2014 heißen: "Die Spitalbrauerei Regensburg - Junge Idee trifft Tradition" und: "Traditionell und aufgeschlossen bilden keinen Widerspruch."

Nun ja, am Werbespruch drechseln sie noch - die auf der anderen Donauseite - am neuen Spezialbier aber erkennt man beim ersten Schluck bereits die Handschrift des "(Brau-)Meisters. Bereits seit 1226 wird Spitalbier in Regensburg direkt an der Steinernen Brücke gebraut. Damit liegt „das Spital“ mit seinen Wurzeln tief in der bayerischen Braukunst verankert.

Eine kleine, aber innovative Brauerei, die dadurch flexibel genug ist, auch Spezialbiere in geringen Mengen – Biere für Liebhaber und Genussmenschen – herzustellen. Die neue Manufaktur-Linie stellt eben diese Besonderheiten ins Zentrum.

In diesem Zusammenhang stellte die Spitalbrauerei unlängst etwas vor, das sie stolz als "unsere neueste Kesselköstlichkeit" bezeichnete Ein Chocolate Stout. Was sich zunächst anhörte wie ein hypermodernes Mischgetränk, entpuppte sich als eine obergärige Bierspezialität, die strikt dem bayerischen Reinheitsgebot entspricht. Braumeister Anton Miller holte sich dabei Inspiration vom englischen Porter und Stout-Bier. Die Herausforderung bei seinem Chocolate Stout lag somit darin, die gewünschten Geschmacksaromen allein durch die richtige Kombination der Malzsorten zu generieren. Erlesene Röstmalze wurden eingebraut, zusammen mit Hallertauer Hopfen. Die Hefe stammt aus dem Heimatland der Stout-Biere – England - und sorgt für eine sehr eigene Spritzigkeit und eine zarte fruchtige Note.

Rein äußerlich kommt dieses Bier mit einer starken Persönlichkeit daher: tief schwarz zusammen mit einer haselnussbraunen, cremigen Schaumkrone. Beim Verkosten überraschen Aromen von Bitterschokolade, leichte kaffeeartige Röstnoten sowie ein Hauch von Weichsel (Sauerkirsche). Ein zartes Nougat rundet das Geschmackserlebnis ab. Mit einem Alkoholgehalt von 6,5 % sollte es als Genussbier am besten aus einem Kelch- bzw. Weinglas getrunken werden. Zusammen mit dem Bier- und Whiskey-Experten Pit Krause stellte Braumeister Anton Miller den Gästen des gestrigen Abends sein Chocolate Stout und dessen Geschmackspotential zu wechselnden kleinen Menügängen vor. Durch den launigen Abend führte Holger Wilhelm, bekannt als „Brunnerwirt“ aus der BR-Serie „Dahoam is dahoam“, umrahmt von textlich angepassten Gesangseinlagen des Spatzenquartetts.

Spitalmeister Willibald Koller stellte klar, dass für die Spitalbrauerei traditionell und aufgeschlossen keinen Widerspruch darstelle. Die Lust am Bierbrauen stehe im Vordergrund. Diese neuen Biersorten bieten dabei die Möglichkeit, innerhalb des bayerischen Reinheitsgebotes auf neue Akzente wertzulegen und Bier nach unbekannteren Kriterien in Szene zu setzen. Dies scheint mit dem Präsentations-Abend gelungen. Domprobst und Hausherr Dr. Wilhelm Gegenfurtner lächelte sibyllinisch nach dem ersten versuchungsvollen Schluck, und damit ist eigentlich alles gesagt.

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